Münzcheck Der Blog über Neuigkeiten und Bewertungstipps von Münzen

2Mrz/114

Zukunft der Silbermünzen in Deutschland

Des öfteren habe ich in Beiträgen auf den stetig steigenden Silberpreis hingewiesen. Das Bundesministerium für Finanzen hat in Deutschland bereits den Silbergehalt der 10 Euro Münzen gesenkt. Die Münze Österreich hat alle Silber-Normalprägungen für 2011 abgesagt. Der Silberpreis steigt unterdessen jedoch laufend weiter an.

Der Pressedienst Numismatik hat aus diesem Grund eine interessante Umfrage zur Zukunft der SIlbermünzen in Deutschland gestartet. Ich möchte daher an dieser Stelle auf die interessante Umfrage hinweisen. Für die Teilnahme gibt es auch etwas zu gewinnen.

Der Artikel vom Pressedienst:

(pdn) Der anhaltend hohe Silberpreis zwingt das Bundesfinanzministerium (BMF) zum Handeln. Wenn die deutschen Gedenkmünzen auch weiterhin zum aufgeprägten Wert in Umlauf gebracht werden sollen, muss entweder der Nennwert erhöht oder ein preiswerteres Prägemetall eingesetzt werden. Noch ist die Entscheidung nicht gefallen. Deshalb sollten Münzensammler und Anleger jetzt ihre Meinung sagen.

Eine Eine großangelegte Umfrage der drei größten deutschen Münzenfachmagazine sowie des Pressedienst Numismatik (Online-Voting) will den eigentlich Betroffenen, den Münzensammlern, Gehör zu diesem wichtigen Thema verschaffen. Das Ergebnis der Umfrage wird binnen Monatsfrist als Entscheidungshilfe an das Bundesministerium der Finanzen weitergeleitet. Damit leisten die Sammler einen wichtigen Beitrag in eigener Sache. Schließlich geht es bei den Silber-Gedenkmünzen um der deutschen Münzensammler liebstes Kind. Jeder Teilnehmer erhält zudem die Chance, eine deutsche 10-Euro-Silber-Gedenkmünze zu gewinnen.

Die Situation hatte sich bereits im Herbst letzten Jahres zugespitzt. Da musste der Finanzminister die Ausgabe der letzten beiden deutschen 10-Euro-Gedenkmünzen in Sterlingsilber vorziehen, um den Haushaltpflichten des Bundes gerecht zu werden. Das Risiko, dass der Silberpreis bis Jahresende weiter rasant ansteigt, die Münzen aber dennoch zum Nennwert von 10 Euro abgeben werden müssen, war zu hoch. Verlustgeschäfte – zumal wissentliche – sind im Bundeshaushalt nicht vorgesehen. Durch den hohen Silberpreis waren die Verantwortlichen deshalb auch gezwungen, die deutschen 10-Euro-Silber-Gedenkmünzen in Stempelglanz-Qualität ab 2011 nicht mehr aus Sterlingsilber (925/1000), sondern aus einer Legierung von 625 Teilen Silber und 375 Teilen Kupfer (also 625/1000) zu prägen. Doch auch diese Maßnahme greift bei einem weiter stetig steigenden Silberpreis zu kurz ...

Also fand anlässlich der World Money Fair Ende Januar im Berliner Finanzministerium eine Gesprächsrunde statt, zu der neben der Bundesbank und den staatlichen Münzprägestätten auch Numismatiker und Händlerverbände etc. eingeladen waren. Einziger Tagesordnungspunkt: Die Zukunft der deutschen Gedenkmünzen. Grundsätzlich und vereinfacht gesagt gibt es dabei nur eine Alternative: Entweder Erhöhung des Nennwerts und Beibehaltung des Edelmetallgehalts oder Beibehaltung (bzw. Reduzierung) des Nennwerts und Änderung der Legierung, z. B. auf Kupfer-Nickel.

Die Befürworter der zweiten Lösung, also „Contra Silber“ argumentieren, dass Kupfer-Nickel auf den ersten Blick von Silber kaum zu unterscheiden ist. Für die Sammler würde es künftig nicht teurer, sondern vielleicht sogar billiger, wenn der Nennwert  womöglich auf 5 Euro reduziert würde. Und auch wenn Kupfer-Nickel keinen hohen Materialwert hat, so wird der Nennwert der Normalprägung in Stempelglanz garantiert, da deutsche Gedenkmünzen offizielle, staatliche Zahlungsmittel sind. Der Staat macht auch bei weiter steigendem Silberpreis ausreichend Gewinn. Darüber hinaus könnten Prägungen in der höchsten Prägequalität Spiegelglanz weiterhin in Silber geprägt und zu einem höheren Preis als dem Nennwert verkauft werden.

Die „Pro Silber“-Fraktion hingegen führt ins Feld, dass Münzen durch ihren Metallgehalt einen unvergänglichen Wert besitzen. Gerade in unsicheren Zeiten haben Edelmetallmünzen als Anlage und „Reserve“ eine besondere Bedeutung. Silber ist das klassische Münzmetall, ein Mythos, den viele Sammler nicht missen wollen. Insbesondere stellt dabei ein höherer Nennwert kein Risiko dar, da der Staat, wie schon oben gesagt, dafür unbegrenzt garantiert. Wer also Gedenkmünzen aus Silber sammelt, bekommt echtes Edelmetall und profitiert möglicherweise von künftigen Wertsteigerungen.

Beide Argumentationen haben – zumal aus finanzpolitischer Sicht – ihre Berechtigung. Doch jetzt sollen erst einmal die Münzensammler das Wort bekommen. Die Abstimmung läuft noch bis 25. März 2011: Hier geht's direkt zur Umfrage

Quelle: Pressedienst Numismatik

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Kommentare (4) Trackbacks (1)
  1. Sehr guter Artikel! Aktuell ist der Silberpreis jedoch noch stark von der Industrienachfrage und somit von der wirtschaftlichen Lage abhängig. Aus diesem Grund muss man das Jahr 2013 sicherlich noch genau betrachten, wie es wirtschaftlich läuft bzw. welchen Einfluss dies auf den Silberpreis hat. Durch die sinkenden Silberreserven wird jedoch auch der Zeitpunkt kommen wo Silber nicht mehr von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängig ist. Spätestens dann erkennt man dass der Silberboom eingesetzt hat!

  2. Ein sehr interssanter, aber vor allen Dingen auch informativer Artikel. Silber als Geldanlage hat in den letzten Jahren schon ein ziemlich hoch erlebt. Mittlerweile ist das ganze sicherlich schon abgeschwächt, dennoch kommt eine solche Geldanlage auch heute noch für viele in Betracht. Wie bei jeder anderen Geldanlage sollte man sich dennoch immer ganz genau informieren.

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