Münzcheck Der Blog über Neuigkeiten und Bewertungstipps von Münzen

5Mai/110

Silberkurs aktuell im Sinkflug

Der Kurs für Silber an den Börsen befindet sich weiter im Sinkflug. Damit setzt sich der Trend der letzten Tage fort. Der Kursrückgang findet sehr stark statt.  Innerhalb einer Woche hat der Kurs gute 10 Euro verloren.  Aktuell befindet er sich bei ca. 35-38 USD je Feinunze. Vor wenigen Tagen / Wochen war ein Kurs um die 46-50 Euro je Feinunze noch normal. Aus diesem Grund hatte sich u.a. das Bundesministerium für Finanzen von der Ausgabe der 10 Euro Silbermünzen zum Nennwert verabschiedet.

Der Grund für den Kurseinbrach lässt sich nicht eindeutig feststellen. Sicherlich spielen viele Faktoren eine Rolle:

  • Die New Yorker Rohstoffbörse hat die hinterlegenden Sicherheiten fast verdoppelt.
  • Einige Einflussreiche Fondsmanager haben ihre Anteile verkauft.
  • Die Kettenreaktion durch Stop-Loss Marken an der Börse (automatische Verkaufsvorgänge bei unterschreiten einer gewissen Grenze).
  • Das Platzen einer möglichen Blase.
  • Das Umschichten des Vermögens von Silber in andere Bereiche (weil diese ggf. mehr Rendite versprechen.

Gold ist auch von einem leichten Rückgang betroffen. Dieser ist jedoch nicht so stark wie beim Silber der Fall.

Wie sich der Trend fortsetzt ist bisher nicht absehbar. Alle Möglichkeiten stehe offen (erneuter Anstieg, weiterer Kursrückgang, Seitwärtsbewegung des Kurses). Bei den Münzen wird sich vorerst nichts ändern. Die Silbermünzen erscheinen nur in der Spiegelglanzausgabe zum Silberkurs zuzüglich eines Kursaufschlages von 10 Euro (der Ausgabepreis beträgt jedoch mind. 15 Euro). Evtl. dürften sich daher die Sammler "freuen" wenn sie weniger für die Spiegelglanzausgaben bezahlen müssten. Dennoch ist der Preis auch mit dem Kursrückgang über dem früheren Ausgabepreis.

25Apr/110

Silberspekulation der Gebrüder Hunt.

Der Silberpreis entwickelt sich immer weiter rasant aufwärts. Mitte der 1970er Jahre gab es bereits einen noch rasanteren Anstieg des Silberpreises. Der Grund des Ansteiges war jedoch ein anderer.

Die Gebrüder Hunt und ihre Partner kauften in den 1970er Jahren sehr große Mengen an Silber (ca. 5000 Tonnen physisches Silber sowie ca. 200 Millionen Unzen Silber an der Warenterminbörse COMEX in New York). Durch den Ankauf stieg der Silberpreis immer weiter an. Gleichzeitig spekulierten sie mit entsprechenden Long-Call Positionen auf steigende Silberkurse. Mitte Januar 1980 stand der Silberpreis bei ca. 50 Dollar pro Unze (Aktuell bewegt er sich ca. zwischen 44 und 49 USD je Feinunze).

Die Börsenaufsicht änderte schließlich die Regeln für die COMEX, sodass keine neuen "Long-Calls" (ein Long Call ist der Kauf einer Kaufoption, womit der Inhaber auf steigende (Silber-)Preise spekuliert) getätigt werden konnten. Die Börse reagierte mit fallenden Kursen, wodurch die Gebrüder Hunt (welche mit ihren bereits gekauften Long Calls auf steigende Kurse setzten) ihr gesamtes Vermögen verloren. Der Silberpreis brach schließlich wieder ein, da auch viele Privatanleger ihr Silber (teils auch in Besteck etc.) alle panikartig aufgrund des hohen Kurses verkauften und so das Angebot stetig stieg.

Ob in den aktuellen Silberpreisen auch Spekulanten beteiligt sind ist nicht absehbar. Ein großer Anteil an der steigenden Nachfrage nach Silber (und Gold) dürfte die wachsende Inflationsangst der anleger sein. Mit Silber wollen sich möglichst viele vor eine großen Inflation schützen. Der ein oder andere Spekulant ist sicher auch dabei. Es ist spannend zu beobachten, wie weit die aktuelle Silber-Ralley noch geht.

In diesem Zusammenhang fällt mir auch die Brösenweisheit ein: "Die Hausse wird in der Skepsis geboren, wächst in der Zuversicht und stirbt in der Euphorie." Wo sind wir wohl aktuell beim Silber und Gold?

Quelle: Wikipedia.de

13Apr/112

10 Euro Silber-Gedenkmünze ab sofort in 2 Legierungen

Lange Zeit wurde gerätselt, wie es mit den 10 Euro Silber-Gedenkmünzen weitergeht. Das Bundesministerium für Finanzen hat heute eine Entscheidung getroffen. Künftig werden die 10 Euro Silber-Gedenkmünzen in 2 Legierungen erscheinen:

  • Die Normalprägung wird weiterhin zum Nennwert (10 Euro) ausgeben und besteht nun aus einer Kupfer-Nickel-Legierung.
  • Die Münzen in Spiegelglanz werden weiterhin mit 625 tausendteilen Silber (375 tausendteile Kupfer). Zur Unterscheidung von den Kupfer-Nickel-Münzen tragen die Silbermünzen die Aufschrift "Silber 625". Der Ausgabepreis orientiert sich (wie bei den Goldmünzen) am aktuellen Silberkurs zum Ausgabezeitpunkt (Londoner Fixing) zuzüglich eines Aufschlags in Höhe von 10 Euro und der Mehrwertsteuer. Der Mindestpreis beträgt 15 Euro. 

Ob es eine Änderung bei der Auflage geben wird ist mir bisher nicht bekannt. Bei den Spiegelglanzmünzen hätte man zudem den Silbergehalt wieder auf 925 anheben können (wie es bis Ende 2010 der Fall war). Die 125 Jahre Automobil wurden aber evtl. schon in Spiegelglanz geprägt, sodass ein einschmelzen der Spiegelglanzmünzen nicht mehr nötig ist. Da auf der Münze der Aufdruck "Silber 625" erscheinen wird, müssen die Münzen sowieso neu geprägt werden. Eine Anhebung des Silberwertes auf 925 tausendteile würde dabei sicher auf mehr Interesse stoßen.

Die für 5. Mai 2011 geplante Ausgabe der 10 Euro Gedenkmünze 125 Jahre Automobil wird auf den 9. Juni 2011 verschoben. Die Münze wird nur in Spiegelglanz angeboten. Alle weiteren 10 Euro Münzen werden planmäßig erscheinen. Allerdings werden alle künftigen Münzen aus Produktionsgründen vorerst nur in Spiegelglanz ausgegeben (bis das Bundesministerium für Finanzen etwas anderes bekannt gibt). Das dürfte die Nachfrage erheblich steigern, da nur die ca. 200.000 in Spiegelglanz erscheinen und die 2.000.000 Exemplare in Normalprägung entfallen später erscheinen sollen. Es kann jedoch auch passieren, dass diese gar nicht mehr erscheinen (in Österreich ist das ja bei den Silbermünzen in Normalprägung aufgrund des Silberkurses geschehen).

Es wird interessant sein zu beobachten, wie sich die Nachfrage nach den 10 Euro Gednekmünzen entwickelt. Die 10 Euro Kupfer-Nickel-Münzen werden sehr viel weniger nachgefragt werden als die Spiegelglanzmünzen mit 625 tausendteilen Silber. Der (bis 2010 hohe) Silbergehalt war zuletzt ein sehr großer Anziehungspunkt für das Interesse an den 10 Euro Silber-Gedenkmünzen.

25Mrz/110

Deutsche 10 Euro Silbermünzen in Gefahr?

Der Silberpreis steigt immer weiter nach oben und gefährdet damit erneut die deutschen 10 Euro Silbergedenkmünzen. Nachdem bereits Anfang 2011 der Silbergehalt der Münzen von 925 tausendteile auf 625 tausendteile gesenkt wurden sind nun offenbar weitere Maßnahmen erforderlich. Der Silberwert der Münzen darf den Nennwert bei der Ausgabe nicht übersteigen. Durch den steigenden Silberpreis ist das genau das Problem.

6Feb/111

[Österreich] Keine 5 und 10 Euro Silbermünzen in Normalprägung 2011

Die Münze Österreich hat bis aufs weitere alle geplanten Normalprägungen der 5 und 10 Euro Silbermünzen für 2011 abgesagt. Nachdem die Normalprägung der 5 Euro Pummerin bereits ausgesetzt wurde,  setzt sich der Trend fort. Als Grund für die Absage wird die Entwicklung des Silberpreises genannt. Dieser ist in den letzten Monaten stark angestiegen, wodurch der Metallwert der Münze den Nominalwert  übersteigt.

Betroffen sind die Normalprägungen der 10 Euro MünzenDer Lindwurm in Klagenfurt“ (geplant für den 4. Mai) und „Der liebe Augustin“ (geplant für den 12. Oktober) und die 5 Euro Münze „Land der Wälder“ (geplant für den 15. Juni). Nach aktuellem Stand wird keiner der genannten Münzen in der Normalprägung angeboten. Lediglich die gehobene Prägequalität "handgehoben" und "polierte Platte" soll erscheinen. Auch die 20 Euro Silbermünze "Nikolaus Joseph von Jacquin" wird nur in polierte Platte angeboten. Der Preis dieser Münzen wird wie bei der 5 Euro Pummerin über dem Nennwert liegen.

21Jan/110

Rohstoffpreise für Gold und Silber stabilisieren sich

Nachdem die Rohstoffepreise für Gold und Silber in den letzten Montag immer weiter gestiegen waren, zeichnet sich aktuell eine Entspannung ab. Die Kurse beginnen sogar zu sinken und bewegen sich bei Gold um die 1345 USDollar, bei Silber um die 27 USDollar.  Es bleibt abzuwarten, wie sich der Trend weiter entwickelt.