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25Apr/110

Silberspekulation der Gebrüder Hunt.

Der Silberpreis entwickelt sich immer weiter rasant aufwärts. Mitte der 1970er Jahre gab es bereits einen noch rasanteren Anstieg des Silberpreises. Der Grund des Ansteiges war jedoch ein anderer.

Die Gebrüder Hunt und ihre Partner kauften in den 1970er Jahren sehr große Mengen an Silber (ca. 5000 Tonnen physisches Silber sowie ca. 200 Millionen Unzen Silber an der Warenterminbörse COMEX in New York). Durch den Ankauf stieg der Silberpreis immer weiter an. Gleichzeitig spekulierten sie mit entsprechenden Long-Call Positionen auf steigende Silberkurse. Mitte Januar 1980 stand der Silberpreis bei ca. 50 Dollar pro Unze (Aktuell bewegt er sich ca. zwischen 44 und 49 USD je Feinunze).

Die Börsenaufsicht änderte schließlich die Regeln für die COMEX, sodass keine neuen "Long-Calls" (ein Long Call ist der Kauf einer Kaufoption, womit der Inhaber auf steigende (Silber-)Preise spekuliert) getätigt werden konnten. Die Börse reagierte mit fallenden Kursen, wodurch die Gebrüder Hunt (welche mit ihren bereits gekauften Long Calls auf steigende Kurse setzten) ihr gesamtes Vermögen verloren. Der Silberpreis brach schließlich wieder ein, da auch viele Privatanleger ihr Silber (teils auch in Besteck etc.) alle panikartig aufgrund des hohen Kurses verkauften und so das Angebot stetig stieg.

Ob in den aktuellen Silberpreisen auch Spekulanten beteiligt sind ist nicht absehbar. Ein großer Anteil an der steigenden Nachfrage nach Silber (und Gold) dürfte die wachsende Inflationsangst der anleger sein. Mit Silber wollen sich möglichst viele vor eine großen Inflation schützen. Der ein oder andere Spekulant ist sicher auch dabei. Es ist spannend zu beobachten, wie weit die aktuelle Silber-Ralley noch geht.

In diesem Zusammenhang fällt mir auch die Brösenweisheit ein: "Die Hausse wird in der Skepsis geboren, wächst in der Zuversicht und stirbt in der Euphorie." Wo sind wir wohl aktuell beim Silber und Gold?

Quelle: Wikipedia.de

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